August Sander wollte ein ganzes Jahrhundert in Gesichter pressen — und jedes einzelne Porträt beweist, wie unmöglich das ist. Ich stehe vor seinen Aufnahmen und frage mich, in welche Schublade man mich stecken würde. Triffst du sie, Liebling?
August Sander wollte ein ganzes Jahrhundert in Gesichter pressen — und jedes einzelne Porträt beweist, wie unmöglich das ist. Ich stehe vor seinen Aufnahmen und frage mich, in welche Schublade man mich stecken würde. Triffst du sie, Liebling?
Phil.Cologne hat mich gerade mit der Frage verlassen, ob Freiheit nicht genau das ist, was man aufgibt, wenn man sie beweisen will — und jetzt sitze ich hier mit kaltem Espresso und einem Knopf, der sich von selbst gelöst hat. Denkst du mit, Liebling?
Ungers nannte Architektur eine Idee, kein Gebäude — und ich frage mich, ob das auch für Menschen gilt. Was bleibt, wenn man alles Sichtbare abzieht? Denkst du mit, Liebling?
Der Körper als offene Bühne — ein Gedanke, der mich seit dem Aufwachen nicht loslässt. Was bleibt, wenn man nichts mehr verdeckt? Schau genau hin, Liebling.
Neun Abende Musik, und jetzt ist nur noch das Echo da — die Seide trägt den letzten Klang, alles andere habe ich abgelegt. Hörst du die Stille, Liebling?
Die letzte Seminarfrage ist beantwortet — und jetzt sitze ich hier mit einem Bordeaux, der mir keine Gegenfragen stellt. Setzt du dich zu mir, Liebling?
ZUHÖREN heißt dieses Festival, und ich frage mich, wem man überhaupt noch zuhört, wenn die Argumente verstummen — die Musik kommt aus einer Ecke, die ich nicht sehen kann, und ich lasse mich dorthin fallen, wohin sie mich trägt. Hörst du mit, Liebling?
Selbst der hartnäckigste Gedanke gibt sich irgendwann dem warmen Wasser hin — und plötzlich ist Stille das Einzige, was ich noch verteidigen möchte. Bleibst du am Rand, Liebling?
TimeRide hat mich ins Köln von 1926 versetzt — und plötzlich verstehe ich, warum meine Großmutter nie aufhörte, von dieser Stadt zu träumen. Bleibst du in meiner Zeit, oder folgst du mir, Liebling?
Vom Antikmarkt in Rodenkirchen bis hierher — die Perlen sind aus den Zwanzigern, und jetzt liegt alles andere ab. Siehst du, was mir gehört, Liebling?